Lazarus Hospiz Forum – Forumabende zu Sterbe- und Trauerbegleitung

Veröffentlicht am Fr., 4. Okt. 2019 00:00 Uhr
WAS BEWEGT BERLIN?

Das Stationäre Lazarus Hospiz in der Bernauer Straße in Berlin Mitte bietet schwer kranken und sterbenden Menschen einen Ort, an dem ein selbstbestimmtes und würdevolles Leben bis zuletzt möglich ist.

An jedem zweiten Montag im Monat findet im Lazarus Hospiz von 18.00 bis 19.30 Uhr ein Forumabend statt, bei dem Experten zu unterschiedlichen Themen aus dem Bereich Tod und Sterben informieren und mit Ihnen ins Gespräch kommen.

Montag, 14. Oktober 2019, 18 Uhr:
Meditation als Kraftquelle in der Sterbebegleitung.

Für Menschen, die sich auf das Sterben vorbereiten wollen und für die, die sie dabei begleiten. Mit Sylvia Wetzel.
Welche Rolle kann Meditation bei der Vorbereitung auf das Ende des Lebens spielen? Wie kann sie Menschen, die sich auf das Sterben vorbereiten wollen, helfen und wie die Menschen unterstützen, die Sterbende begleiten? Die Grundempfehlung der buddhistischen Tradition ist, sich früh genug und immer wieder mit der eigenen Sterblichkeit zu beschäftigen. Im Zentrum steht die Frage: Was will ich noch lernen, erleben und lassen, bevor ich sterbe? Wir können sie zuspitzen mit der Überlegung: Was würde ich in meinem Leben verändern, wenn ich wüsste, dass ich in zehn Jahren, Monaten, Wochen, Tagen sterben würde. Wir lassen dann den Todeszeitpunkt so nahe heranrücken, bis uns das Wissen um unsere Sterblichkeit tief berührt. Wem will ich verzeihen? Wen um Verzeihung bitten? Was tut mir leid? Wofür bin ich dankbar?
Ort: Lazarus Haus / Festsaal, Benauer Straße 118, 13355 Berlin

Montag, 11. November 2019, 18 Uhr:
Vom Halten und Aushalten.

Ein Zugang zu Sterbe- und Trauerbegleitung aus Sicht der Logotherapie und Existenzanalyse. Mit Geertje Bolle
Wenn Menschen eine schlimme Diagnose erfahren, droht oft der Boden unter den Füßen wegzubrechen, das eigene Leben wird erschüttert. Wie ist Halt erfahrbar? Wie können Menschen in einer palliativen Situation gut leben? Wenn Menschen schließlich auf den Tod zugehen, wenn ihre An- und Zugehörigen sie bis zum Sterben begleiten, kann das Aushalten-Müssen bei schwindenden Kräften unerträglich werden. Wie gelingt es, nicht in eine Haltung des Wartens zu gelangen?
In all diesen Situationen ist oft das Empfinden: „Das halte ich nicht aus.“ Das Sein-Können in der Welt steht in Frage.
Der Vortrag legt das Augenmerk auf das Thema Halten – Aushalten – Lassen und nimmt Sterben und Trauern gleichermaßen in den Blick. Wie wir diesen Prozess gut begleiten können soll an diesem Abend existenzanalytisch durchbuchstabiert werden.
Ort: Lazarus Haus / Festsaal, Benauer Straße 118, 13355 Berlin

9. Dezember 2019, 18 Uhr:
„Garten der Sterne“.

Ein Film über das Sternenkinderfeld auf dem alten St.-Matthäus-Kirchhof in Berlin Schöneberg.
Über den Film: „Garten der Sterne“ stammt aus 2016 und ist ein Dokumentationsfilm über das Sterben. Regie haben Pasquale Plastino und Stephane Riethauser geführt. Hauptdarsteller ist Bernd Boßmann. Der Film setzt sich mit den Themen „früher Tod und Trauer“ auseinander. Dies geschieht auf eine ausgesprochen optimistische Art und Weise. Das ist vor allem Bernd Boßmann als wunderbarer Protagonist zu verdanken. Dazu werden Glühpunsch und Weihnachtsgebäck gereicht
Ort: Lazarus Haus / Festsaal, Benauer Straße 118, 13355 Berlin

Foto: Tessa Robbins, Pixabay CC0

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