Kindertrauergruppe sucht ehrenamtliche Mitarbeiter

Veröffentlicht am Mi., 4. Dez. 2019 14:27 Uhr
WAS BEWEGT BERLIN?

Wenn ein Mensch stirbt oder bald sterben wird, geht das die ganze Familie an. Kinder trauern anders als Erwachsene. Deshalb brauchen sie beim Abschied-Nehmen von einem geliebten Menschen und in der Zeit danach professionelle Hilfe, um den Verlust besser verarbeiten zu können und wieder Anschluss ans Leben zu finden.

Die Kindertrauergruppe der Evangelischen Kirchengemeinde Berlin Prenzlauer Berg Nord richtet sich an Kinder, die ein Elternteil oder eine andere nahestehende Person verloren haben. Auch die trauernden Eltern bekommen hier die Möglichkeit zum Gespräch. Professionelle Trauerbegleiter leiten die Trauergruppe.

„Die Trauer soll hier einen Platz bekommen“, sagt Pfarrerin Jasmin El Manhy. Sie hat die Kindertrauergruppe gemeinsam mit Katharina Kreuschner vom Stephanus-Kinderhospizdienst und dem Bestatter Eric Wrede gegründet. Ihr ist es ein Anliegen, das Thema Tod, Trauer und Sterben wieder mehr in das Bewusstsein der Gesellschaft zu rücken – gerade am Standort Prenzlauer Berg, wo viele junge Familien leben. „Erst kürzlich sind zwei Familienväter aus unserer Kirchengemeinde gestorben. Als Kirche wollen wir für die Familien da sein – auch für die Kinder“, sagt Pfarrerin El Manhy. Das Gefühl, nicht alleine mit dem zu sein, was man erlebt hat, sei allen Beteiligten sehr wichtig.

Zwei monatlich stattfindende Trauergruppen gibt es bereits. Eine weitere Gruppe für trauernde Jugendliche ist bereits in Planung. Doch auch die Kindergruppen sind gut nachgefragt. Deshalb sucht die Kirchengemeinde Ehrenamtliche, die sich einmal im Monat für maximal vier Stunden Zeit für Kinder nehmen können, die um ein Elternteil oder Geschwisterkind trauern. Für diese ehrenamtliche Mitarbeit ist eine im Januar 2020 stattfindende Schulung durch professionelle Trauerbegleiter Voraussetzung. An der ehrenamtlichen Mitarbeit Interessierte wenden sich an: kindertrauer@ekpn.de .

Weitere Informationen unter www.kindertrauer-berlin.de

Foto: Pixabay CC0

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