Bischof Stäblein ruft zu Spenden für Geflüchtete an der griechisch-türkischen Grenze auf

Veröffentlicht am Mo., 9. Mär. 2020 14:12 Uhr
EINMISCHEN - ENGAGIERT

Angesichts der dramatischen Lage an der griechisch-türkischen Grenze und auf den griechischen Inseln ruft Bischof Christian Stäblein von der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) zu Spenden für Flüchtlinge auf: „Wir bitten Sie alle: Nehmen Sie sich dieser Not an, spenden Sie!“ 

Gleichzeitig begrüßte Stäblein den Beschluss des Koalitionsausschusses vom vergangenen Sonntag, ein Kontingent von besonders schutzbedürftigen Kindern und Jugendlichen aus den überfüllten griechischen Flüchtlingslagern in Deutschland aufnehmen zu wollen: „Über diese Bereitschaftserklärung der Deutschen Bundesregierung bin ich sehr froh und hoffe gleichzeitig auf eine schnelle europäische Einigung, damit insbesondere den Kindern und Jugendlichen geholfen werden kann.“  

Die Diakonie Katastrophenhilfe ist seit Beginn des Syrienkrieges in der Region im Einsatz und unterstützt seit vielen Jahren Vertriebene innerhalb Syriens und Flüchtlinge, die in den Nachbarstaaten Schutz suchen. Als erste Reaktion auf die akute Not hat das evangelische Hilfswerk gemeinsam mit seiner türkischen Partnerorganisation ein Projekt gestartet, um die Menschen an der griechisch-türkischen Grenze kurzfristig mit Hilfsgütern zu versorgen. Insgesamt hat die Diakonie Katastrophenhilfe seit 2012 mehr als 70 Millionen Euro für die Hilfe in der Region bereitgestellt. Bislang konnte so mehr als 1,1 Millionen Menschen geholfen werden.  

Spenden für die aktuellen Hilfsmaßnahmen der Diakonie Katastrophenhilfe in der Region:
Diakonie Katastrophenhilfe, Berlin
Evangelische Bank,
IBAN: DE68 5206 0410 0000 5025 02,
BIC: GENODEF1EK1,
Stichwort:
Flüchtlingshilfe Syrien

Seit der Öffnung der türkischen Grenze für Flüchtlinge durch Präsident Recep Tayyip Erdogan drängen sich an der türkisch-griechischen Grenze Tausende Geflüchtete unter unmenschlichen Bedingungen und werden von griechischer Polizei durch Tränengas und mit Warnschüssen von der Einreise nach Europa zurückgehalten. Frontex geht von einer Zuspitzung der Lage in den kommenden Tagen aus. Bischof Christian Stäblein äußert sich dazu wie folgt:

"Die Situation ist schrecklich und kompliziert, es gibt keine einfachen Lösungen. Bei all dem dürfen aber wir das Wichtigste nicht vergessen: Mitmenschlichkeit. Es sind Menschen in Not, die an der türkisch-griechischen Grenze versuchen, nach Europa zu kommen. Menschen, die alles verloren haben und ein besseres Leben suchen. Wir dürfen vor ihrem Leid nicht die Augen verschließen. Und müssen Wege finden, ihnen zu helfen. Der humanitären Katastrophe einfach zuschauen oder die Menschen immer mehr dahinein treiben, das können wir nicht akzeptieren, gar nicht."

(Foto/Quelle: ekbo.de)

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