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Vier Kältebusse für Berlin

Vier Kältebusse für Berlin
Veröffentlicht am Di., 3. Nov. 2020 13:04 Uhr
WAS BEWEGT BERLIN?

Auch in diesem Jahr startet die Kältehilfe der Berliner Stadtmission pünktlich am 1. November. Anders als in den Jahren zuvor werden diesen Winter (2020/2021) als Teil der Kältehilfe vier Kältebusse durch die Nacht fahren. Sie versorgen Menschen, die auf der Straße leben, mit Suppe, transportieren sie in Notunterkünfte und versorgen sie mit Verbänden und Medizin.  

Die Kältebusse eins und zwei werden, wie gehabt, in Berlin unterwegs sein, um Menschen vor dem Erfrieren zu retten und bei Anruf sofort zu reagieren. „Allerdings gehen wir davon aus, dass wir in dieser Saison weniger Menschen transportieren und mehr Schlafsäcke ausgeben werden“, erklärt die Initiatorin des Kältebusses und Leiterin des Fachbereiches Wohnungslosenhilfe,  Karen Holzinger. Dafür bittet die Stadtmission Berlinerinnen und Berliner dringend um Schlafsäcke.  

Zusätzlich zu den beiden Kältebussen wird zwei Mal pro Woche zwischen 19 und 22 Uhr die Straßenambulanz die „Kältebus-Flotte“ erweitern. Jeden Tag sind außerdem ehrenamtliche Helfende von 19 bis 23 Uhr mit dem Suppenbus unterwegs. Sie suchen schwerpunktmäßig einzelne Obdachlose an ihren Schlafplätzen auf, um nach ihnen zu sehen und sie mit warmem Essen zu versorgen, ihnen die Möglichkeit zu bieten, sich die Hände zu waschen und  Wasserflaschen auszugeben. Monatlich kostet das rund 7.000 Euro. 

In besonders kalten Nächten, an denen viele besorgte Mitmenschen auf Hilfebedürftige hinweisen, soll ein zusätzlicher Bus den Kältebus punktuell unterstützen. Dafür werden noch Spenden gesammelt. Genau so für den Betrieb eines kleinen Callcenters, das täglich die Kältebusse der Berliner Stadtmission, aber auch den Wärmebus des Deutschen Roten Kreuzes, koordiniert. 

Aktuell geht die Berliner Stadtmission von mehr als 2.000 Obdachlosen ohne feste Unterkunft in der Hauptstadt aus, zusätzlich gibt es in Berlin schätzungsweise bis zu 40.000 Wohnungslose. „Dieser Winter wird für alle Menschen, die auf der Straße leben oder keine feste Bleibe haben, besonders hart“, warnt Karen Holzinger. „Denn wenn pandemiebedingt wieder viele Tageseinrichtungen schließen müssen, dann gibt es nur noch wenige Orte, an denen sich obdachlose Menschen aufwärmen, essen oder duschen können.“

Unterstützen Sie die Berliner Stadtmission mit Ihrer Spende:

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Foto: Berliner Stadtmission