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Neuer Armutsbeauftragter für Neukölln

Neuer Armutsbeauftragter für Neukölln
Veröffentlicht am So., 27. Dez. 2020 00:00 Uhr
WAS BEWEGT BERLIN?

Der Ev. Kirchenkreis Neukölln hat zum 1. Januar 2021 die Stelle eines Armutsbeauftragten eingerichtet. „Armut ist hier in Neukölln ein großes Thema“, sagt Dr. Christian Nottmeier, Superintendent im Ev. Kirchenkreis Neukölln. „Gerade in der Coronazeit ist es wichtig, dazu als Kirche deutlich und profiliert die Stimme zu erheben. Der Armutsbeauftragte soll dazu in den Bezirk und in unsere Kirchengemeinden hinein wirken: beratend, ermutigend und  mahnend.“

Besetzt wurde die Stelle mit Thomas de Vachroi. Er leitet seit 2011 das Haus Britz, eine barrierefreie Wohnanlage des Diakoniewerkes Simeon. In dieser Funktion unterstützt er auch die Tee- und Wärmestube Neukölln und engagiert sich besonders für Obdach- und Wohnungslose. Zu Weihnachten organisiert er seit mehreren Jahren eine große Spenden- und Paketaktion für Bedürftige. Seit  Beginn der Coronakrise leitet er ein Team von Ehrenamtlichen, das jede Woche in der Tee- und Wärmestube Neukölln Lunchpakete an obdach- und wohnungslose Menschen ausgibt. Thomas de Vachroi bleibt mit 50% seiner Arbeitszeit Leiter des Haus Britz und übernimmt mit weiteren 50% die Stelle des Armutsbeauftragten.  

„Armutsbekämpfung braucht ein Gesicht“, sagt Thomas de Vachroi, der in seiner neuen Funktion als Armutsbeauftragter des Kirchenkreises den Bedürftigen eine Stimme geben möchte und dazu die Vernetzung mit dem Bezirk und mit kirchlichen und sozialen Trägern suchen will. Er versteht sich Ansprechpartner für Betroffene ebenso wie für Helfende. 

Thomas de Vachroi ist bereits seit 2017 Armutsbeauftragter des Diakoniewerkes Simons. Nun  ist er für den gesamten Kirchenkreis Neukölln zuständig und steht damit auch für die enge Zusammenarbeit von  Kirche und Diakonie: „Mir ist es ganz wichtig, die Kirchengemeinden bei ihren Projekten zur Armutsbekämpfung zu unterstützen und zu gemeinsamen Projekten auch mit diakonischen Trägern zusammenzuführen“. 

 

Foto: Carolin Brühl