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"Sea-Watch 4" - Seenotrettung im Mittelmeer

"Sea-Watch 4" - Seenotrettung im Mittelmeer
Veröffentlicht am Sa., 17. Okt. 2020 00:00 Uhr
FLÜCHTLINGE

Schon zu viele Menschen haben auf der Flucht über das Mittelmeer ihr Leben verloren. Dabei ist ein Gebot christlicher Nächstenliebe, Menschen, die aus ihren Heimatländern vor Krieg und Elend fliehen, zu helfen und Menschenleben zu retten.

Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) unterstützt deshalb im Bündnis United4Rescue die zivile Seenotrettung mit einem kirchlichen Rettungsschiff. Zudem spricht sich der Ratsvorsitzende der EKD, Heinrich Bedford-Strohm, für verstärkte internationale Anstrengungen bei der Rettung und Aufnahme von Geflüchteten aus.

Die Idee eines kirchlichen Seenotrettungsschiffs im Mittelmeer geht auf den evangelischen Kirchentag in Dortmund 2019 zurück. Im Januar ersteigerte das Bündnis das Schiff für 1,3 Millionen Euro, darunter 1,1 Millionen Euro Spendengelder. Dem Bündnis gehören mittlerweile mehr als 550 Organisationen und Unternehmen an. Im Februar wurde die "Sea-Watch 4" getauft und an die Seenotrettungsorganisation Sea-Watch übergeben.

Das ehemalige Forschungsschiff wurde vom Bündnis "United4Rescue" finanziert, das von der EKD initiiert wurde. An dem Projekt beteiligt sich neben Sea-Watch auch "Ärzte ohne Grenzen". Seit mehr als sechs Wochen seien keine zivilen Rettungskräfte mehr vor der libyschen Küste im Einsatz, erklärte Michael Schwickart von "United4Rescue". Fast alle Schiffe würden von den italienischen Behörden wegen angeblicher Sicherheitsmängel festgehalten oder mit nicht erfüllbaren Auflagen am Einsatz gehindert. Die Aufklärungsflugzeuge von Sea-Watch hätten allein in den vergangenen sechs Wochen mehr als 1.500 Personen in Seenot dokumentiert. Viele von ihnen seien nach Libyen zurückgebracht worden.

Das ARD berichtete in einer Dokumentation über die "Sea Watch4", die Sie hier sehen können.