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Neuer Hoffnungsort: Stadtmission eröffnet „Zentrum am Zoo“

Neuer Hoffnungsort: Stadtmission eröffnet „Zentrum am Zoo“
Veröffentlicht am Do., 11. Feb. 2021 15:00 Uhr
WAS BEWEGT BERLIN?

Wohnungslose Menschen sitzen neben wohlsituierten Berlinerinnen und Berlinern und lauschen einem Konzert. Das Sicherheitspersonal der Deutschen Bahn lernt nebenan in einem Seminar-Raum den Umgang mit obdachlosen Menschen auf Augenhöhe. In den Büros davor beraten zwei Psychologinnen und eine Sozialarbeiterin Menschen in prekären Lebenssituationen. Begegnen, bilden, beraten – diese drei „Bs“ sind Programm im neuen „Zentrum am Zoo“ der Berliner Stadtmission, einem 500 Quadratmeter großen Gewölbe in den S-Bahn-Bögen unterhalb des Bahnhofs Zoologischer Garten.

„Ich freue mich darauf, dass sich hier Menschen begegnen und einander teilhaben lassen an ihrem Leben. Wir brauchen diese persönlichen Begegnungen gerade nach dem Ende der Kontaktbeschränkungen mehr denn je“, sagte Stadtmissionsdirektor Christan Ceconi und bedankte sich bei den Unterstützenden des Projekts: „Ohne sie hätten wir niemals von einem neuen Standort am Zoologischen Garten zu träumen gewagt, ohne sie würde es diesen neuen Hoffnungsort für bedürftige Menschen nicht geben.“ 

So stellt die Deutsche Bahn der Berliner Stadtmission die Räumlichkeiten für 25 Jahre mietfrei zur Verfügung, DB Station & Service hat außerdem mehr als 100.000 Euro in Bauleistungen investiert und weitere 50.000 Euro für das Projekt gespendet. Auch die Lotto-Stiftung Berlin förderte das Zentrum am Zoo mit einer Million Euro. Über das Bundes-Programm „Aktive Zentren“ kamen weitere Fördergelder hinzu. 

Das Zentrum am Zoo wird die Arbeit der benachbarten Bahnhofsmission und des Hygienecenters ergänzen und bietet zudem umfassende neue Leistungen. So wird Diakonin Bettina König Menschen dazu einladen, gemeinsam eine Gemeinde aufzubauen und auf diese Weise neue Formen von Kirche zu entdecken. Nach Ende der Kontaktbeschränkungen werden die Mitarbeitenden mit weiteren Angeboten an die Öffentlichkeit gehen. Projektkoordinator Wolfgang Nebel erklärt: „Ich hoffe, dass wir mit dem Zentrum am Zoo in Berlin einen neuen Hoffnungsort geschaffen haben und diesen demnächst mit noch mehr Leben füllen können.“

 

Foto: Der Projektkoordinator des Zentrums am Zoo, Wolfgang Nebel, die Pfarrerin der Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche, Kathrin Oxen und Stadtmissionsdirektor Christian Ceconi weihten das Zentrum am Zoo feierlich ein (v.l.n.r.).   (Foto: Jan-Erik Nord, Berliner Stadtmission)