Weltgebetstag der Frauen aus Nigeria

Weltgebetstag der Frauen aus Nigeria

Weltgebetstag der Frauen aus Nigeria

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Weltgebetstag der Frauen aus Nigeria

Für Frauengruppen in katholischen und evangelischen Gemeinden ist der Weltgebetstag der Frauen einer der wichtigen Termine im Jahr. Der 1927 eingeführte Tag gilt als größte ökumenische Basisbewegung christlicher Frauen. Jedes Jahr übernimmt ein anderes Land die Liturgie – in diesem Jahr ist es Nigeria. Was macht den Reiz dieses Formats aus? Drei Fragen an Birte Biebuyck, Pfarrerin der Evangelischen Friedensgemeinde Charlottenburg-Wilmersdorf.  

Was zeichnet den Weltgebetstag aus? Was ist das Besondere?

Es ist die älteste ökumenische Bewegung der Welt, eine Bewegung der Frauen. Auch bei uns im Kirchenkreis ist es eine der am besten funktionierenden ökumenischen Bewegungen. Vier Gemeinden machen mit: die katholische Gemeinde Heilig Geist, zwei evangelische Gemeinden, Frieden und Neu-Westend, und die anglikanische in der St. George’s Kirche. Die Bewegung ist in den 1970er-Jahren groß geworden. Die meisten Gruppen stammen aus dieser Zeit. Wenn man aber die Themen anschaut – es geht um Ökologie, soziale Gerechtigkeit, Geschlechtergerechtigkeit –, dann sind das auch die Themen junger Menschen.  

Wie bereitet die Gruppe sich auf den jeweiligen Länderschwerpunkt vor?

Das Komitee des Weltgebetstages stellt die Materialien in schriftlicher Form zur Verfügung, die Liturgie und die Länderpräsentation. Wir recherchieren aber auch selbst. In diesem Jahr gab es zum Beispiel auf arte zwei gute Kulturreportagen über Nigeria, etwa zu den Benin-Bronzen. Und wir laden jemanden ein, der aus dem Land kommt. Dieses Jahr hat uns eine nigerianische Ärztin, die dort studiert hat und später nach Deutschland gekommen ist, über ihre beruflichen und persönlichen Erfahrungen in Nigeria berichtet. Es geht bei dem Weltgebetstag immer um die Frauen vor Ort, mit welchen Hürden und Hindernissen sie im Alltag kämpfen, welche Probleme sie haben.  

Kommen jüngere und Menschen jenseits der Kirchen-Bubble zu dem Gottesdienst?

In einem Jahr haben wir die Konfirmand:innen eingebunden; eine von ihnen ist seither in unserem Vorbereitungsteam dabei. Als Fridays for Future anfing, dachte ich, alle diese Menschen müssten eigentlich in die Gottesdienste am Weltgebetstag kommen. Aber das tun sie nicht, das hat wohl auch mit dem Image von Kirche zu tun. Weltgebetstag – das klingt wahrscheinlich ein bisschen verstaubt, ist nicht so hip. Das ist traurig und ein Stachel im Fleisch. Aber es gibt ein konstantes und zuverlässiges Interesse am Weltgebetstag aus den Kerngemeinden, das ist sehr schön! 

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